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Im April 2005.

Ein Eichelhäher, oder im Siegerland Magolves genannt.

Im Wald auf einer Wiese fanden wir donnerstags einen Eichelhäher, auf dem Rücken liegend. Laufen und umdrehen ging scheinbar nicht, von Fliegen ganz zu schweigen. Aber schreien konnte er noch! Also schnell die Jacke ausziehen und den verletzten Häher damit greifen.

Kurze Überlegung, was frisst so Einer: wahrscheinlich Regenwürmer, die sich auch leicht unter Steinen sammeln liesen.

Zuhause wurde der Vogel erst einmal untersucht. Ein bisschen Blut am Rücken und der Schwanz ganz schief. Mit den Krallen konnte er nicht gut zupacken und auf seinen Füssen stehen ging auch nicht, er fiel direkt auf die Seite. Aber beissen mit dem spitzen, starken Schnabel, dass konnte er, auch die Augen blickten klar und aufmerksam. Keine innere Krankheit dachten wir, ein Unfall vielleicht, die kleinen Knochen müssen heilen.

An den ersten beiden Tagen haben wir ihn mit Regenwürmern und Wasser füttern müssen;

d.h. die Würmer tief in den Vogelhals stecken und mit der Spritze ein bisschen Wasser hinterher, damit er sie verschluckte. Am Morgen des dritten Tages sah er die Büchse mit den Würmer und hat sich einen Wurm nach dem anderen geschnappt und verspeist. Das war eine Freude, unser Patient machte Fortschritte! Aber noch immer musste der Vogel festgehalten werden, damit er nicht umkippte.

Im Verlauf der nächsten Tage wurde sein Hunger so groß,

dass wir nicht alle Würmer sammeln konnten und besorgten in der Zoohandlung Mehlwürmer. Haferflocken mochte er auch. Mittlerweile stand er wieder auf seinen Füssen und konnte alleine aus dem Napf fressen. Am Ende der Woche wurde er immer unruhiger in der Kiste und wollte so gerne raus. Hämmerte mit dem Schnabel gegen die Kistenwände und flatterte herum.

Also beschlossen wir samstags, eine gute Woche später, die Freilassung am gleichen Ort,

wo wir ihn gefunden hatten. Transport im Schuhkarton und mit Abschiedsstimmung, denn er war uns schnell vertraut geworden. Sobald der Deckel offen war, flog unser kleiner Häher ganz munter kleine Strecken und übte das Landen auf Weissdornbüschen und Birkenästen. Noch unsicher zuerst, aber glücklich rufend. Wir haben ihm schweren Herzens viel Glück gewünscht und sind nach Hause gegangen. Manchmal, wenn wir wieder in dem "Magolves-Tal" spazieren gehen, halten wir Ausschau nach "unserem Häher" und glaubten schon manches Mal in den vielen Vogel-, auch Häher-Rufen, seine typische "Krächz-Stimme" erkannt zu haben.

Links:

Magolves, Eichelhäher bei Wikipedia externer Link

Eichelhäher

Im April: die Waldbeeren blühen

Eichelhäher

Im April: ein hungriger Eichelhäher

Eichelhäher

Im April: ein hungriger Eichelhäher

Eichelhäher

Im April: ein Eichelhäher

Eichelhäher

Im April: Erdbeerblüte




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