Ostsee-Halbinsel Fischland-Darß- Zingst

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Schmales Land zwischen Ostsee und Bodden

Sommer 2008
Ein paar Tage zelten in Neuhaus kurz vor der Halbinsel Fischland. Ausspannen am Ostseestrand und spazieren im verwunschenen Uferwald.

Fischland ist eine schmale Landzunge zwischen Ostsee und Bodden in Mecklenburg-Vorpommern. Bis Ende des 14. Jahrhunderts war Fischland eine Insel. Jedes Jahr wird von der Ostsee ein halber Meter Sand an der Küste von Fischland abgetragen und an der Nordspitze wieder angespült.

Der Ostseestrand empfing uns mit ruhigem, sonnigen Wetter. Das Wasser war sehr klar, vereinzelte Quallen gaben uns zunächst etwas zu denken. Lieblich alles im Vergleich zur rauhen Nordsee.
Mittags begegneten wir einer Robbe am Strand, sie lies sich sogar vorsichtig streicheln! Man sagte uns, sie sei aus einer Aufzuchtstation und käme jeden Tag mal vorbei.

An warmen Abenden haben wir Spaziergänge durch den schönen Uferwald unternommen. Sehr dichte Vegetation, zum Teil mooriger Boden und immer wieder Ausblicke durch windgeformte Bäume am Dünenrand auf die See.

Bei unseren Besuchen in den benachbarten Orten Wustrow, Ahrenshoop und Prerow

hat es uns ab besten in Wustrow gefallen. Kleine Gassen, alte schöne Häuser und freundliche Gastronomie bewirkten eine angenehme Urlaubsatmosphäre.
Ahrenshoop zeigte sich mit vielen, häufig wenig schönen Neubauten und dem Versuch mondän zu wirken. Nur die Ruine des alten Kurhauses lies noch etwas von der Ost-Vergangenheit des alten Seebades ahnen.

In Pütnitz haben wir das Technik-Ostalgie-Museum besichtigt.

Eifrige Liebhaber der Ost-Oldtimer haben hier eine beachtliche Anzahl zum Teil kurioser Fahrzeuge zusammengestellt. Das Museum Technik-Verein Pütnitz befindet sich direkt am Bodden auf dem ehemaligen Gelände eines Flugzeug-Werkes in imposanten Betonhallen.

Abends in Barth am Bodden.

Der Reiseführer versprach in Barth eine schöne Altstadt. Teilweise konnten wir sie dann auch entdecken. Nach einer guten Pizza am Marktplatz sind wir zum Hafen geschlendert und haben dort den wunderbar renovierten Getreidespeicher entdeckt. Nun ist dort am Hafen das Hotel „Speicher Barth“.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Von Prerow aus sind wir durch den Nationalpark gewandert. Auf langem Lattensteg durch eine zauberhafte Landschaft. Hier fuhren endlich auch mal keine Fahrräder, die teilweise andernorts so zahlreich sind, dass wir als Spaziergänger kaum vorwärtskamen. Sehr still war es hier, kein Vogelgezwitscher weit und breit. Die Vögel waren sicher alle am Strand, der hier für Menschen gesperrt ist.
Nach einer knappen Stunde gelangten wir zum schönen Leuchtturm Darßer Ort. Hier gibt es auch ein Museum, wir waren etwas spät für einen Besuch.

In Wustrow hatten wir das schönste Fotolicht.

Am letzten Abend, nach leckerer Mahlzeit in einem gemütlichen Restaurant gabs auf den Dünen gratis Abendlicht und Sonnenuntergang für uns zum Abschied.

Ein erholsamer Urlaub in einer schönen Landschaft.

Es wäre schade, wenn hier mehr und mehr stil- und gesichtslose Neubauten den Flair der Vergangenheit verdrängten. Die Backstein-Architektur ist erhaltenswert, der modernisierte und umgebaute Getreidespeicher in Barth ist das beste Beispiel. Die DDR-Vergangenheit sollte nicht völlig unsichtbar werden – auch sie ist Teil der Geschichte dieses Landes.

Links:

dierhagen-fischland.de
ostseebad-wustrow.de
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Fischland bei Wikipedia